Ausverkauft!

Nach nur zwei Öffnungstagen ist der Tafelladen Marxloh schon an seine Grenzen gelangt. Aber nun einmal von vorne.
Viele Menschen kennen die „Tafeln“: das sind Vereine, die bei Geschäften und Großhändlern Waren einsammeln, die dort nicht mehr verkauft werden. Mit diesen Lebensmitteln werden Lebensmittelausgaben oder auch Schulen und Kindergärten versorgt. Seit einiger Zeit gibt es in Hochfeld einen Tafelladen, in dem in der Woche über 750 Abholer ca. 2500 Menschen versorgt werden. In unserer Nähe gibt es eine solche Einrichtung nicht. Im gemeinsamen Gesprächen hat sich dann ergeben, dass die Tafel bereit ist für 150 Menschen Lebensmittel zu liefern, wenn die Pfarrgemeinde St. Norbert in Zusammenarbeit mit der Caritas für die Räume und für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sorgen kann.

Seit dem 22.10.2008 gibt es darum den Tafelladen Marxloh. Menschen, die sich dort für einen Euro einmal in der Woche mit Lebensmitteln versorgen wollen, müssen ihre Bedürftigkeit durch einen HartzIV-Bescheid (oder einen vergleichbaren Einkommensbescheid) nachweisen, ihren Personalausweis vorlegen und ein Passbild mitbringen. Ihnen wird dann ein Tafelausweis ausgestellt, der sie für einen Zeitraum von 6 Monaten berechtigt, jeweils mittwochs im alten Pfarrhaus St. Paul Lebensmittel zu erwerben. Dabei können die Kunden an den aufgebauten Lebensmitteln vorbeigehen und im Rahmen der Vorräte und einer gewissen Verteilungsgerechtigkeit (wenn es nur 30 Gurken gibt, dann kann der erste Kunde nicht 8 davon mitnehmen) selbst aussuchen, was sie mitnehmen möchten.

Bereits am zweiten Öffnungstag wartet eine Menschenschlange ab 12.30 Uhr an der Ausgabestelle, die von 15 bis 17 Uhr geöffnet ist. Wenn im statistischen Durchschnittsfall pro Abholer 2-3 Personen versorgt werden, dann gibt es in dem von der Tafel ermöglichten Budget von 150 zu versorgenden Menschen Platz für ca. 50 Abholer. Diese Grenze ist bereits um 16 Uhr weit überschritten. Für die nun noch kommenden Menschen gibt es zunächst keinen Ausweis mehr; was jetzt noch an Lebensmitteln da ist kann heute für einen Euro erworben werden, aber für den nächsten Mittwoch kann es keine Zusage geben, wieder berücksichtigt zu werden. Hart für die Leute, die sich nun – gerade gegen Monatsende – nur mit dem Hinweis auf die Ausgabestelle in Hochfeld zufrieden geben müssen. Wir danken allen Helferinnen und Helfern sowie allen Unterstützern sehr herzlich und sagen gerne zu, dass wir in Zusammenarbeit von St. Norbert, Caritas und Duisburger Tafel unser Möglichstes für die Leute vor Ort tun werden.